Di-So. 11.00 – 20.00 Uhr
Finissage:
8.Oktober 2017 / 17.00 – 20.00 Uhr

„Photography is always just slices, its bits and pieces. The people i photograph, you don’t know what their lives are like, but at this moment, in this light in this setting it looks like something. I don´t believe too much in photography as a describer of reality.“

Mit der Ausstellung Mark Steinmetz \ united states_1 freuen wir uns einen der souveränsten US-amerikanischen Fotografen in der Lothringer13 Halle präsentieren zu können. Mit dieser ersten umfangreichen Steinmetz Werkschau in Deutschland, feiern wir den feinsinnigen und beharrlichen Künstler. Bilder aus den letzten drei Jahrzehnten und Einblicke in alle bisher erschienenen fünfzehn Fotobuch-Monografien zeugen von der Eigenständigkeit und poetischen Kraft, die seine Arbeiten prägen.

Steinmetz fasziniert als aufmerksamer Chronist. Mit seinen Bildern erzählt er ganz unaufdringlich vom amerikanischen Alltagsleben. Schauplatz der meisten Bilder sind der Dixie, die Südstaaten der USA mit ihrer schwülen Hitze, Gemächlichkeit und zusammengeschusterten Eleganz. Von Neugierde, Respekt und Zurückhaltung sind die Begegnungen geprägt, die Steinmetz mit uns teilt. Seine ruhigen Bilder erzählen von einer Welt weit jenseits einfacher politischer oder sozialer Zuschreibungen, die den Blick auf die US-amerikanische Gesellschaft oft verstellen.
„I am kind of tired myself, so i don´t wake people up too much. Thats why i photograph cats a lot, and in the heat of the south.It´s not so much about a sharp physical awareness.“
Marks liebevolle Beobachtungen funktionieren auch wie ein Katalog unserer Gegenwart, in dem all die Geldautomaten, Telefonzellen und Auto-Szenen etwas dokumentieren und dennoch im Sinne einer neuen, eigenen Fiktion erscheinen. Und viele Momente beschäftigen sich humorvoll und subtil mit den Dilemmata der Jugend in einem wie er sagt „halbwüchsigen Land“.

Mark Steinmetz arbeitet intensiv und geduldig an meist langfristigen Projekten die antizyklisch entstehen oder erscheinen. Sie formulieren sich zugleich in einer Vorwärts- und Rückwärtsbewegung zu Serien, deren Rahmen oft von einem Ort oder einer Region umschrieben werden. Wie Szenen aus epischen Filmwerken kommen einem diese Bilder vor, präzise und voller ehrlicher Faszination an den Menschen, die dennoch etwas Geheimnisvolles bewahren können.

„Photography is at its most basic a method for sharing. You stand in front of something, take a picture, and then someone else in a different place and a different time might be touched by it – so I think photography is just about always for some kind of audience,even if it’s an imagined audience.“

In seiner Heimat Amerika ist Mark Steinmetz Werk in sämtlichen bedeutenden Sammlungen für zeitgenössische Fotografie vertreten. In Europa sind seine Arbeiten bisher fast nur Insidern bekannt.

Mark Steinmetz ist zur Finissage am 8.10. und während des Fotodoks Festivals von 11.–15.Oktober in der Lothringer13 Halle.

Die Werkschau wird ab 12.10 mit united states_2, einem zweiten Teil, im Münchner Amerikahaus erweitert.

sorry, der Workshop ist ausgebucht!!
Am 14. und 15. Oktober bietet sich in Kooperation mit dem Amerikahaus München und dem Fotodoks Festival erstmals in Deutschland auch die seltene Gelegenheit, an einen Workshop von Mark Steinmetz teilzunehmen.

Dank: Den ungetrübten Blick auf die Arbeiten verdanken wir der freundlicher Unterstützung der Firma GLS-Glas!