Die Stille im All und ihr Klang auf der Welt II: Schweben, Schwindel, Glissandi

09/16/16 / 21 h

Eine akustische Recherche von Norbert Lang

(Talk in German)

Im Schwebezustand wird der Körper leicht. Er verliert sein Gewicht, löst sich von den Dingen, wirkt geisterhaft, oder geradezu kindlich verspielt – ein feines, kreisendes Vibrato ertönt. Doch dieser Schwebezustand ist ständig bedroht: vom Schwindel. Vom Abgleiten ins endlose Schleudertrauma. Vom Rausch des Innenohrs. Von der Angst, ins Bodenlose zu fallen. Ist das der Grund für die jahrhundertealte Furcht vor dem Glissando?
Die Lecture-Soundperformance „Schweben, Schwindel, Glissandi“ ist Teil des künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprojekts „Die Stille im All und ihr Klang auf der Welt“ und fragt mit auditiven Mitteln nach dem Verhältnis zwischen Klang und Körper in der Schwerelosigkeit. Dabei untersucht sie unter anderem das körperlose Spiel des Theremins in der Space Age Popmusik der 1950er Jahre und den Alltag in Weltraumkapseln und bettet sie ein in eigene akustische Soundkompositionen zur Schwerelosigkeit.
Der Münchner Norbert Lang ist Kulturwissenschaftler, Musiker und Radioautor und lebt aktuell in Berlin. Vor zwei Jahren präsentierte er im Rahmen der Rroomondays den ersten Teil seiner Recherche.