Fragen an K

 

Grundlage unseres Programms in der Lothringer ist eine Auffassung des Kuratierns als hosting. Dabei haben wir uns im letzten Jahr (wie viele kursorische Teams der Lothringer in den letzten Jahrzehnten) gefragt: Was sind die Voraussetzungen, die Gestaltbarkeit und die Qualität sozialer Begegnungen und wie lassen sich – jetzt, da intime sowie offene Zusammenkünfte nicht mehr selbstverständlich realisiert werden können–, neue Politiken des Miteinander-Seins und -Arbeitens entwickeln? Wie organisieren wir uns, um zukünftig Austausch zu ermöglichen? Wie können Räume entstehen, die An- und Abwesenheit, Nähe und Distanz integrieren und gleichzeitig die Erfahrung eines geteilten Hier und Jetzt ermöglichen?

Wir luden K ein, im Nachgang ihres Projekts K2020 – This house is not a home zum Reader beizutragen und dabei ihre Auseinandersetzung als selbstorganisiertes Kollektiv mit der „Institution“ Lothringer 13 befragen. Eine eine lose Liste von Fragen las sich so:

Fragen an K:
_wo befindet ihr euch gerade?
_was erzählt ihr mit dem Abstand einiger Monate, wenn ihr auf das Projekt This house is not a home angesprochen werdet?
_was versteht ihr unter kollektivem künstlerischen Arbeiten?
_wie lässt sich eure Praxis am besten vermitteln?
_wenn ihr im Ankündigungstext die Begegnung von selbstorganisierter Praxis und Institution benennt, welche Vorstellung von Institution liegt dem zugrunde?
_wie funktioniert die repräsentative Logik, gegen die ihr euch mit eurem kollaborativem, auf Praxisaustausch angelegten Ansatz positioniert?
_in welchem Verhältnis stehen 'luxurierendes Leben' und Exklusivität?
_was habt ihr so nicht erwartet?
_was wäre ohne Corona anders gelaufen?
_ist die Lothringer 13 (un)bewohnbar?
_wie geht's weiter?