Art Workers Commons

 

20.11.—22.11.2020

format

workshop

termine

20.11.20, 17.00 – 19.00, Session 1: Aesthetics

21.11.20, 17.00 – 19.00, Session 2: Emotions

22.11.20, 17.00 – 19.00, Session 3: Currencies

online

Now closed

Samstag, geschlossen

protagonist*innen

Arts of the Working Class

Arts of the Working Class (Alina Kolar, María Inés Plaza Lazo, Pauł Sochacki) widmen sich dem Kunstsektor als Arbeitswelt. Gerade im Laufe der aktuellen Covid-19-Pandemie haben sich die Abgründe und Bedrohungen in diesem besonders prekarisierten Bereich noch verschärft. Im Rahmen des Workshops wird recherchiert, wie Konkurrenz und individueller Erfolg als Leitprinzipien der Kunst- und Diskursproduktion ersetzt werden können durch Solidarität und Formen des Miteinanders. Ziel ist es, die Gründung und Weiterentwicklung einer ‚Union des Refusés‘ zu diskutieren und voranzutreiben.

Dieser Wunsch nach einer Gewerkschaft für Kunstarbeiter*innen geht zurück auf frühere Vorstellungen von Öffentlichkeit und Kollektivität in den Künsten, im Sinne einer marxistischen Idee von Gesellschaft. Entstanden im 19. Jahrhundert, haben die ‚Salons des Refusés‘ in Frankreich wie auch die Kunstvereine in Deutschland den Weg bereitet für die Interessensgemeinschaften der internationalen Moderne im 20. Jahrhundert. Arts of the Working Class greift diese Erfahrungen von Gemeinschaft auf, um einen Zusammenschluss zu organisieren, der den Sprung von individualistischen Wirtschaftskammern zu einer globalen Gewerkschaft wagt. Diese zielt auf gegenseitige Hilfe und Unterstützung ab und wird zusammen mit internationalen Künstler*innen und Denker*innen, Expert*innen und Dilettant*innen entwickelt. Kunstarbeiter*innen weltweit sind eingeladen, ihre Privilegien und Sorgen zu teilen – innerhalb einer non-profit-for-profit-Organisation für emotionalen, politischen und finanziellen Austausch, die kapitalistische Zwänge und Muster hinter sich lassen will.
 

Aesthetics
Freitag, 20. November 2020, 17 –19 Uhr
mit Cassie Thornton

In dieser ersten Session sollen Kategorien bestimmt werden um die 'Union des Refusés' miteinander zu verhandeln. Die Werkzeuge, die von Kunstarbeiter*innen und als Gesellschaft benötigt werden, um solidarisch einen für Kunst und Gemeinschaft fruchtbaren Arbeits- und Lebensraum zu schaffen, werden hier definiert.

Emotions
Samstag, 21. November 2020, 17 – 19 Uhr
mit Loren Britton, Jonas Staal

Das Konzept von ‚Fürsorge‘ und ‚Verantwortung‘ muss neu gedacht werden. An diesem Tag sollen politische notwendige Veränderungen für eine solidarische Kunstwelt formuliert werden. Wo fangen wir an, uns um andere, und uns selbst, zu kümmern?

Currencies
Sonntag, 22. November, 17 – 19 Uhr
mit Chiara Di Leone & Aris Komporozos-Athanasiou 

Demokratie bedeutet, jedenfalls innerhalb der kreativen Gesellschaft der Art Workers Internationale, sich der Klassenfrage anzunehmen. An diesem Tag widmen wir uns bürokratischen Abläufen und ökonomischen Alternativen für eine soziale, gerechte Arbeitswelt der Kunst.

Eine Einladung zum Zoom Meeting sowie Textmaterial wird vorab per mail verschickt. Anmeldung unter projekt@lothringer13.com

Die Workshops verstehen sich als Fortsetzung einer gemeinschaftlichen Aushandlung, die vom 10. - 12. November an der
Akademie der Künste der Welt in drei Workshopsessions begonnen wird.