I INHALE YOUR EXHAUST – Eine Textarbeit im öffentlichen Raum

 

24.4.—16.5.2021

format

installation, performance, auswärts

termine

15.05.21, 18 Uhr, SOFT ROADER – Perfomance von Alice Peragine mit anschließendem Künstlerinnengespräch
online auf hausderkunst.de

Parkplatzzufahrt am Haus der Kunst, Innenhof Lothringer 13 Halle

Jetzt geöffnet

Donnerstag, 05:00–22:00 h

Die Textarbeit I INHALE YOUR EXHAUST auf der Zufahrt zum Parkplatz des Haus der Kunst –  zwischen Eisbachwelle und Haus der Kunst – sowie im Innenhof der Lothringer 13 Halle ist Teil des Projektes EXHAUSTER von Alice Peragine, das in mehreren Teilen vom 25. Februar bis 16. Mai 2021 in der Lothringer 13 Halle und im öffentlichen Raum Münchens stattfindet.

Die Dynamik zwischen toxischen Prozessen, Verbrauch und Verletzlichkeit untersucht Alice Peragine am Beispiel des Automobils in einer Zeit, in der schon lange ein Ende des Verbrennungsmotors konstatiert wird, inzwischen aber vielmehr eine Erschöpfung von Mensch und Umwelt in ihren gegenwärtigen Verfassungen beobachtet wird.

Die Schriftzüge I INHALE YOUR EXHAUST werden mit einer vom Haus der Kunst in Kooperation mit der Lothringer 13 Halle produzierten Performance von Alice Peragine aktiviert. Das Video der Performance SOFT ROADER und ein Künstler*innengespräch werden vom Haus der Kunst im Rahmen des Online-Programms Und draußen die Stadt am 15. Mai 2021 präsentiert.

Das Online-Programm Und draußen die Stadt im Rahmen der Ausstellungen von Kapwani Kiwanga und Phyllida Barlow
untersucht den öffentlichen Raum als Ort der gemeinschaftlichen Begegnung und der Aufhebung von Grenzen. 

 

15. Mai 2021, 18 Uhr online auf  hausderkunst.de
Soft Roader – Eine Perfomance von Alice Peragine mit anschließendem Künstlerinnengespräch
 

I WANT TO BE YOUR INBETWEENNESS
YOUR RAW CRACK, BEARING WITNESS TO PAVEMENTS, MELTING TO MOLASSES
I INHALE YOUR EXHAUST

Das Einatmen der Erschöpfung anderer wird bei Alice Peragine zur Metapher für die körperliche und materielle Verbundenheit mit der urbanen und technologischen Umwelt. Ihre neu produzierte Performance SOFT ROADER hinterfragt die wechselseitige Abhängigkeit von Technologien und Körpern am Beispiel des Automobils. Ein camouflage-artig verhüllter SUV bewegt sich ganz langsam vom Innenhof der Lothringer 13 Halle zum Parkplatz des Haus der Kunst. Aus dem Kofferraum wird sanft, ähnlich einer Atembewegung, weiches Vlies auf den Asphalt aus- und wieder eingerollt und so zu einem Akt der Fürsorge in rauen Zeiten. Die französische Gruppe Télepopmusic formulierte bereits 2001 im Song “Breathe”:

“I brought you something close to me […]
There’s nothing to do but believe 
Just believe Just breathe
Another day, just believe 
Another day, just breathe […] I’m used to it by now.”

We’re all used to it by now. Aber wie soll man zuversichtlich sein, wenn in Erscheinung treten, Austauschen und Interagieren zentral für die eigene Praxis sind? Im permanenten Ausloten und neu Verhandeln sich ständig verändernder Situationen geraten auch institutionelle Fragen in den Blick: Wie lässt sich Kunst und Kunsterfahrung mit geschlossenen Türen ermöglichen? SOFT ROADER verlagert, schaltet in einen anderen Gang. We’re used to it by now. Another day, just breathe.
 

Die Performance SOFT ROADER von Alice Peragine entsteht im Auftrag des Haus der Kunst und in Kooperation mit der Lothringer 13 Halle.

Die Installation EXHAUSTER mit Videoarbeiten der Künstlerin ist noch bis 16. Mai im lokal [ vorne ] in der Lothringer Straße 13 von außen einsehbar.