WE BREATHE THE REMAINS OF EVERYTHING THAT WAS

 

31.7.—19.8.2022

format

ausstellung

termine

31.07.22, 15–20 Uhr, Eröffnung
mit einer Diskussion zur Einführung um 18 Uhr mit Dr. Sebastian Truskolaski, Przemek Sowiński und Dr. Magdalena Wisniowska

19.08.22, 18–20 Uhr, Finissage

Studio

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11:00–19:00 h

links

GiG München

Wir atmen die Überreste von allem, was war ist der erste Teil der Ausstellungsreihe Re-collection, die von GiG Munich im Lothringer 13 Studio von Juli bis Dezember 2022 organisiert wird.

GiG Munich ist ein Raum für zeitgenössische Kunst unter der Leitung von Magdalena Wisniowska. Von 2015–2022  in der Baumstraße 11 tätig, ist GiG Munich derzeit als GiG air nomadisch aktiv und präsentiert Arbeiten an verschiedenen Orten, sowohl physisch als auch virtuell. Für 2022 hat die Lothringer 13 Halle GiG Munich eingeladen, die Ausstellungsreihe Re-collection im Lothringer 13 Studio zu produzieren in Fortsetzung der Reihe Thinking Nature, die 2021 bei GiG stattfand Für diese erste Ausstellung an einem neuen Ort kooperiert GiG München mit dem hybriden Raum Łęctwo von Przemek Sowiński und zeigt Arbeiten von Zuza Piekoszewska, Natalia Karczewska, Magda Starska, Grzegorz Bożek, Paweł Marcinek und Przemysław Piniak.

Während sich GiG Munich seit jeher auf das Abstrakte und Theoretische konzentriert, liegt das Interesse von Łęctwo eher im Unmittelbaren und Körperlichen sowie im Intimen. Das Programm von Łęctwo für zeitgenössische Kunst hatte schon immer diesen utopischen Aspekt, da es die Kunst als einen zutiefst persönlichen Antrieb zur Veränderung der uns umgebenden Realität ansieht, der einen echten Wandel in unserem kognitiven Leben bewirkt. In ihrer gemeinsamen Ausstellung befassen sich GiG Munich und Łęctwo mit der Idee des kulturellen Gedächtnisses in Bezug auf die Natur, die Biologie und die menschliche Existenz.


WE BREATHE THE REMAINS OF EVERYTHING THAT WAS

mit Zuza Piekoszewska, Natalia Karczewska, Magda Starska, Grzegorz Bożek, Paweł Marcinek, Przemysław Piniak
Kurator: Łęctwo (Przemek Sowiński)

Auf Schritt und Tritt stoßen wir auf die zeitlich gestreckten Überreste unserer eigenen Existenz. Der Schutt und Staub unseres früheren Lebens dringt in unsere Lungen ein und ruft die Erinnerung an das hervor, was unsere Vorfahren getan haben. Die Dinge, die wir zurückgelassen haben, werden zu Rohstoffen für neue Prozesse, und der Tod ist nur eine Episode in einem nie endenden Kreislauf. In all dem scheint die Gegenwart am realsten zu sein, aber wie kann die das sein, wenn sie sich ständig von uns entfernt. Jeder Atemzug, den wir nehmen, füllt die Atmosphäre und wird in dem Moment, in dem wir einen neuen Atemzug nehmen, zur Vergangenheit. Jedes Ausatmen enthält einen Bruchteil der vorhersehbaren Zukunft. Diese beiden Zeiten stehen in engem Zusammenhang. Vielleicht holen wir zurück, was schon lange aus unserem Blickfeld verschwunden ist. Die Kontinuität der Dinge, in der alle Materie, Vergangenheit und Zukunft uns horizontal durchdringen, nicht nur auf der Ebene des metaphysischen Gefühls, sondern der realen genetischen Transformation, die Hoffnung auf eine völlig andere, hybride Form des Daseins gibt.

Zur Eröffnung der von łęctwo kuratierten Ausstellung Wir atmen die Reste von allem, was ist hat GiG München Dr. Sebastian Truskolaski (Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung am ZfL, Berlin; Lecturer in German Cultural Studies, University of Manchester) als Gastredner eingeladen. Als Einführung in die Ausstellung findet eine kurze Diskussion über Adornos "Heliotrop" (Minima Moralia) zusammen mit Dr. Magdalena Wisniowska (GiG) und Przemek Sowiński (łęctwo) statt um 18 Uhr (Dauer ca. 30 Minuten).Die Diskussion findet auf Englisch statt, mit einer spontanen Übersetzung ins Polnische und Deutsche.