Filmscreening im Rroom

12.10.18 / 19h / 7pm

Im Rahmen von -no stop non stop-

Vier Filme, ausgewählt von Katja Kobolt und Cana Bilmei

Želimir Žilnik: Inventur – Metzstrasse 11, 9 min, 16 mm, Deutschland 1975, verschiedene Sprachen mit englischen Untertiteln. Inventur filmt Bewohner und Bewohnerinnen eines Hauses in München Haidhausen in der stets gleichen Einstellung, wie sie die Treppe hinabsteigen und sich in ihrer jeweiligen Sprache vorstellen, und liefert so einen persönlichen und politischen Einblick über das Leben migrantischer Arbeiter*innen. Želimir Žilnik (*1942 in Serbien) ist Filmemacher und Künstler und widmet sich mit seinen künstlerischen und filmischen Arbeiten sozialen und politischen Themen. Er gilt als einer der bekanntesten Vertreter der jugoslawischen Filmbewegung „Novi Film“. In den 1970er Jahren lebte Žilnik für einige Jahre in München.

Suli Kurban: Bruchstücke einer deutschen Geschichte, 28 min, Deutschland 2017, in Anwesenheit der Filmemacherin. Bruchstücke einer deutschen Geschichte entfaltet in Erzählsprüngen durch die Zeit eine individuelle und gleichzeitig exemplarische Familiengeschichte in Deutschland, in der es um Flucht, Erinnerung(en) und kollektive politische Geschichte(n) geht. Suli Kurban (*1988 in China) arbeitet als Filmemacherin. Seit 1999 lebt sie in München und studiert an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF). Sie arbeitet gerade an ihrem Abschlussfilm.

Pary El-Qalqili: Schildkrötenwut, 70 min, Deutschland 2012. Pary El-Qalqili drehte einen Film über ihren Vater, der 1961 aus Palästina nach Deutschland flüchtete. Sie dokumentiert in einer sehr persönlichen Tochter-Vater-Begegnung die politischen Umstände von Flucht und Migration. Pary El-Qalqili (*1982 in Berlin) arbeitet als Filmemacherin in Berlin und studierte Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der HFF München sowie Kulturwissenschaften in Frankfurt.

belit sağ: Cut-Out, 3:47 min, Niederlande 2018, Türkisch mit englischen Untertiteln. Der Film Cut-Out fokussiert die Polizeifotos der Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) und stellt die Frage, was diese Fotos der Ermordeten den Betrachter*innen preisgeben. belit sağ (*1980 in Adana, Türkei) ist Video- und Filmemacherin und lebt seit 2007 in Amsterdam. Sie hat mehrere Film-aktivistische Gruppen in der Türkei wie bak.ma oder karahaber mitgegründet.