Money Money Money. Wir gehen ins Detail. Vortrag von Sebastian Cremers

26.02.19 / 20:00h

“Was einen Wert hat, hat auch einen Preis. Der Mensch aber hat keinen Wert, er hat Würde.“ – Immanuel Kant

Sebastian Cremers erzählt kleine Anekdoten zum Verhältnis von Geld und Wert. Die Informationen dazu hat er zum grössten Teil Reaktionen der Presse auf sein Buch Money entnommen, das er zusammen mit Alberto Vieceli und Tania Prill bei der Edition Patrick Frey in Zürich herausgegeben hat. In der Ausstellung „Jahresausgaben“ begeistert dieses Projekt viele als Rauminstallation.

Vortrag in Deutsch, ca 40 Minuten

Zu dem Buch schreibt der Verlag: Dieser Bildband zeigt Bilder auf Banknoten. Es sind Bilder politischer Inhalte, besonderer Ereignisse, wichtiger Persönlichkeiten, Statussymbolen und Landschaften. Banknoten sind Miniplakate, die eine heile Welt verkünden. Geld ist ein Mysterium. Der monetäre Wert sucht im Visuellen eine Entsprechung. Die Euro-Scheine etwa bemühen sich, die europäische Idee mit einer Brückenmetapher zu vermitteln. 2002, als der Euro als Bargeld eingeführt wurde, waren ca. 12,7 Billionen Euro-Noten im Umlauf – 12,7 Billionen Brücken für die heile Welt. Die Bilder auf Banknoten erzählen Geschichten und dienen dem Ruhm der Macht. Starke und glückliche Menschen gehen körperlicher Arbeit nach. Sie haben Zugang zu Bildung, leben in einer phantastischen Landschaft mit üppiger Tierwelt. In der Ikonografie tauchen oft gleichartige Motive auf und Grundmuster werden wiederholt. Die Darstellung von Menschen unterliegt Pathosformeln, der Gestik und Mimik wird eine universale Gültigkeit unterstellt. Tania Prill, Alberto Vieceli und Sebastian Cremers locken in Money «den Geist, der aus der Ornamentik der Banknoten spricht» (Walter Benjamin) und zeigen, mit welchen Bildern einem Stück Papier, das selbst keinen Wert darstellt, Wert aufgedruckt wird.

Sebastian bringt auch einige wenige Bücher mit die wir an dem Abend anbieten können.

<p>In der Halle ist das Projekt erstmals als Raumfüllende Projektion in eime 16 minütigen Loop zu sehen.</p>

In der Halle ist das Projekt erstmals als Raumfüllende Projektion in eime 16 minütigen Loop zu sehen.